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Während Kanada sowie die mittel- und südamerikanischen Staaten in der 2006 erstellten Grafik des Statistischen Bundesamtes zum Studienland deutscher Studierender im Ausland im Jahr 2004 unter ‚sonstige Länder’ fallen, stehen die USA an zweiter Stelle. 12,5% wählten das Land der vermeintlich unbegrenzten Möglichkeiten als Zielland. Das Englisch Unterrichtssprache ist, trägt sicherlich zu diesem Ergebnis bei, allerdings erklärt das nicht, warum sich in Kanada weniger deutsche Studenten einschreiben. Während beide Länder allein schon durch ihre Größe und landschaftliche Vielfalt beeindrucken, haben vor allem die USA mit Produkten wie Coca Cola und McDonalds oder Hollywoodfilmen eine unverwechselbare und anziehende Populärkultur geschaffen und verbreitet. Darüber hinaus zählen amerikanische Hochschulen im Bereich der Forschung zur weltweiten Spitze, was viele deutsche Jungakademiker dazu bewegt, einen Studien- oder Forschungsaufenthalt in den USA einzuplanen. Namen wie Harvard, Yale oder Stanford sind schon lange auf unserer Seite des großen Teiches bekannt. Hohe Studiengebühren scheinen nicht abzuschrecken, weil das Preis-Leistungsverhältnis in den meisten Fällen stimmt. Zudem kann man sich bei der Fulbright Kommission über Fördermöglichkeiten informieren.
Mittel- und Südamerika sind besonders für deutsche Romanistikstudenten von Interesse, die ihre Gastsemester nicht in den klassischen Urlaubsländern der Deutschen, sprich Spanien oder Portugal, verbringen möchten. Fast schon ein Muss ist ein Studienaufenthalt dort für Studierende der Lateinamerikastudien oder auch je nach Ausrichtung des Fachs der Ethnologie. Die Lebenshaltungskosten sind oftmals niedriger als in Deutschland, allerdings gilt dies nicht für die großen Städte wie z.B. Mexiko-Stadt, Rio de Janeiro oder Buenos-Aires. In den Metropolen sollte man mit ähnlichen Kosten wie in der Heimat rechnen. Die von den Hochschulen häufig erhobenen Studiengebühren können sich auch innerhalb eines Landes erheblich unterscheiden. Spanisch bzw. Portugiesisch sollte man vor Studienbeginn gut beherrschen, da die Mehrheit der Einwohner Mittel- und Südamerikas vergleichsweise schlecht oder kein Englisch spricht. Hierbei kommt es natürlich darauf an, aus welcher Region bzw. aus welcher sozialen Schicht der Gesprächspartner stammt.
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