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Verglichen mit anderen High School Zielen zieht es nur wenige Schüler und Schülerinnen auf den asiatischen Kontinent. In den letzten Jahren allerdings ist ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Gerade China und Japan erfreuen sich nicht nur wegen ihrer weltwirtschaftlichen Bedeutung einer immer größeren Beliebtheit. Mit Indien, Thailand, Südkorea oder auch Singapur gibt es weitere "exotische" Länder, die Austauschschüler mit offenen Armen empfangen. Welche Besonderheiten einen auf diesem Kontinent erwarten lässt sich nur erahnen: In China beispielsweise basiert die Schrift bis heute noch auf Bildzeichen und wird im alltäglichen Leben gebraucht. Japans Millionenmetropole Tokio vereint 25 Millionen Menschen auf vergleichsweise engem Raum. In Südkorea legt man verstärkt auf die Höflichkeit gegenüber Älteren Wert und es ist nicht unüblich, dass man deswegen oft nach dem eigenen Alter gefragt wird. In Thailand ist der Kopf eines Menschen heilig und deshalb gilt es als sehr unhöflich, wenn man diesen berührt. Der Tigerstaat Singapur lädt zu einer vielfältigen Tour durch seine arabischen, indischen, malaiischen oder auch chinesischen Viertel ein.
Der Schulunterricht in allen Ländern ist geprägt von einem besonders hohen Maß an Disziplin und dauert oft bis in den späten Nachmittag, so dass man erst am Abend wieder zu seiner Gastfamilie zurückkehrt. In China und Japan sind Grundkenntnisse der Sprache wünschenswert. In der Matayom (High School) in Thailand beginnt der Tag zumeist mit einer Versammlung und dem Abspielen der Nationalhymne. Auf Japanisch heißt High School „Kotogakko“ und neben dem einen oder anderen Pflichtfach kann man sich auch in japanischer Kampfkunst probieren. In Chinas Schulen hat man es mit einem großen Klassenverband zu tun. 40 bis 50 Schüler sind keine Seltenheit. Wer sich für ein Schuljahr in Thailand entscheidet muss als Junge vorher zum Friseur. Ein kurzer Haarschnitt ist Pflicht und auch dort ist das Singen der Nationalhymne obligatorisch. Schüleraustauschprogramme in Asien laden also auf unterschiedlichste Art und Weise dazu ein, sich einer uns sehr fremden Kultur zu nähern.
In allen Ländern besteht die Option, zwischen einer öffentlichen Schule, einer Privatschule oder auch einem Internat zu wählen.
Auf dem afrikanischen Kontinent werden hingegen nur in wenigen Ländern High-School-Programme angeboten. Neben dem beliebten Ziel Südafrika bieten einige wenige Organisationen noch Programme in Ägypten oder Ghana an. Hauptgrund für dieses überschaubare Angebot ist natürlich zum einen die Tatsache, dass viele afrikanische Staaten internationale Krisenherde sind und keine Sicherheit für Schüler und Schülerinnen aus dem Ausland gewährleistet werden kann. Zum anderen gehören die afrikanischen Staaten zu den ärmsten der Erde und ein regelmäßiger Schulbesuch wird für viele afrikanische Jungen und Mädchen für immer ein Traum bleiben.
Das südafrikanische Schuljahr beginnt wie in allen Ländern der Südhalbkugel im Januar und endet im Dezember. Ein Einstieg nach Beendigung des deutschen Schuljahrs im Juli/August ist allerdings kein Problem. An vielen Schulen wird sowohl auf Englisch als auch auf Afrikaans unterrichtet. Insgesamt gibt es elf offizielle Landessprachen. Eine Schuluniform ist an fast allen Schulen Pflicht. Neben dem offiziellen Unterricht spielt auch der Sport am Nachmittag eine große Rolle. Kricket, eine Art südafrikanischer Nationalsport, kann an vielen Schulen als Kurs gewählt werden.
Das Land des Regenbogens erwartet von seinen Gästen ein besonders hohes Maß an interkulturellem Interesse, Offenheit, Disziplin und Toleranz. Wagt man einen Blick auf die Geschichte und die Alltagskultur ist dies auch nur allzu verständlich. Das multikulturelle Miteinander in Südafrika bedeutet Spannung und Herausforderung zugleich.
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