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„Das Reisen, das gleichsam eine höhere und ernstere Wissenschaft ist, führt uns zu uns zurück.“
Albert Camus (1913-1960)

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High School

High School in Nord- und Lateinamerika
Während die USA und Kanada momentan zahlenmäßig die meisten Austauschschüler in ihren Bann ziehen, hat sich in den letzten Jahren auch das Interesse an Zielen in Lateinamerika deutlich verstärkt. Gerade Argentinien oder Brasilien werden mittlerweile von einer Vielzahl von Organisationen angeboten und erfreuen sich großer Beliebtheit. Aber auch Programme in Mexiko, Ecuador, Chile, Venezuela oder Costa Rica werden populärer. Neben der kulturellen Vielfalt bieten diese Ziele gerade Schülern, die ihre Spanischkentnisse verbessern wollen eine lohnenswerte Alternative zu „Viva España“!

Einer der großen Pisasieger war Kanada. Die kanadischen High Schools haben erkannt, dass sich immer mehr Schüler für einen Schulaufenthalt in Nordamerika interessieren und haben ihre Fühler nach Europa ausgestreckt. Viele deutsche Anbieter arbeiten mit kanadischen Partnerschulen zusammen. Leider hat das auch dazu geführt, dass die Regions- und Schulwahlprogramme in den verschiedenen Provinzen zunehmend kostenintensiver werden. Da Kanada mit Englisch und Französisch zwei offizielle Landessprachen hat, besteht die Möglichkeit entweder in den englisch- oder französischsprachigen Teil zu reisen oder an einem so genannten Immersion Programm teilzunehmen, das beide Sprachen miteinander kombiniert.

Für einen High School Austausch in den USA entscheiden sich immer noch mehr als die Hälfte aller deutschen Schülerinnen und Schüler. Hauptgrund hierfür sind die verhältnismäßig niedrigen Programmkosten. Ein Jahresaufenthalt in den Vereinigten Staaten kostet mit Hin- und Rückflug, Gastfamilienaufenthalt, Schulbesuch und Versicherungspaket in der Regel zwischen EUR 6.000 und EUR 7.000. Das liegt daran, dass weder Gastfamilien noch Schulen Geld für die Aufnahme eines Schülers bekommen. Mittlerweile bieten immer mehr Organisationen für einen Aufpreis eine Regions- oder Staatengarantie an. Es sollte bei den Überlegungen jedoch nur eine untergeordnete Rolle spielen, in welchen der 50 Bundesstaaten man platziert wird.

In der Tangonation Argentinien sind deutsche Schüler nicht selten auch an Privatschulen platziert und müssen eine Schuluniform tragen. Das Schuljahr beginnt Mitte März und endet Anfang Dezember. In Brasilien, dem einzigen südamerikanischen Land in dem Portugiesisch gesprochen wird, trifft man auf eine Vielzahl kommunikativer Menschen, die aufrichtiges Interesse an europäischen Austauschschülern haben. Das Schuljahr beginnt im Februar und endet Anfang Dezember. Auch die „Ticos“, wie sich die Menschen in Costa Rica selber nennen, empfangen einen mit offenen Armen. Costa Rica ist eines der wenigen Länder, das keine Armee hat. Entscheidet man sich für die „Schweiz Lateinamerikas“, kann man zwischen einem Halb- oder Ganzjahresaufenthalt wählen.

Ob es einen nun in die Weiten Kanadas, in die Vereinigten Staaten von Amerika oder nach Lateinamerika zieht. Sicher ist, dass jedes Land mit seinen ganz eigenen Besonderheiten einen High School Austausch wert ist.

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